Gibt es die „perfekte Bewerbung“ ?


Beim Bewerbungsprozess haben sich bestimmte Strukturen durchgesetzt, wie die einzelnen Dokumente auszusehen haben. Denn wir befinden uns in einer Welt mit Regeln. Und je besser Sie diese kennen und besser damit umgehen können, als Ihre Mitbewerber, gehören Sie zu den Gewinnern.
Überraschend, wie wenige Bewerber die "Regeln des Vorstellungsprozesses" kennen und deshalb oft blind und ohne Strategie nach einer neuen Arbeitsstelle suchen. Diese bestehen aus:

  • Deckblatt (optional)
  • Lebenslauf, Curriculum vitae (CV)
  • Bewerbungsschreiben / Motivationsschreiben
  • Beilagen wie Arbeitszeugnisse, Referenzen, Zeugnisse, Zertifikate und sonstige Nachweise

Wir sehen immer wieder, dass viele Bewerber die gleichen Fehler machen. Sie beschäftigen sich zu sehr mit Kleinigkeiten und gehen zu wenig auf die Dinge ein, die wirklich wichtig sind und, die den eigentlichen Erfolg einer Bewerbung ausmachen. Denn, wie die Eltern heissen, welcher Kirche man angehört oder ob man einen Töpferkurs besucht hat, mag vielleicht Ihre Oma interessieren, aber für den Personalentscheider ist dies nur unnötiger Ballast.
Überlegen Sie sich darum ganz genau, welche Information für den neuen Job wichtig sind und welche nicht. Denn eine Bewerbung ist nicht perfekt, nur weil sie mit viel Text und Standard-formulierungen in vielen Stunden Schwerstarbeit erstellt wurde, sondern weil sie schlussendlich zum Erfolg führte.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt liegt in der Klarheit der Unterlagen. Es gibt Bewerber, welche es schaffen, aus einem einfachen Lebenslauf eine Doktorarbeit zu schreiben. Es braucht nicht 17 Seiten Lebenslauf. Weisen Sie in Ihrer Bewerbung auf eine "klare" Berufserfahrung hin, die auf die ausgeschriebene Stelle passt und konzentrieren Sie sich in Ihrer gesamten Aussage auf diesen Punkt. Vermeiden Sie das Wort "Generalist", sondern bezeichnen Sie sich als "Fachmann" oder "Experte" für...


Für viele Bewerber ist es jedoch nicht immer ganz einfach zu unterscheiden, ob es sich um Ballast oder um relevante Informationen handelt. Gerade bei Berufswechseln. Hier hilft Ihnen unser Buch Ihr neuer Job weiter oder schreiben Sie uns. info@coaching-job.ch

 

Fazit: Eine perfekte Bewerbung ist ein "Verkaufspropekt Ihrer Dienstleistung", denn bekanntlich soll der Köder dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.

 


Zu den Tipps

Das Deckblatt (optional)

Dieses ist optional, wirkt wie die Titelseite eines Buches und kann bei bestimmten Stellen durch-aus Vorteile bringen. Das Deckblatt ist jedoch kein Kunstwerk und kann bereits mit einem einfachen Textverarbeitungsprogramm wie Microsoft Word, in wenigen Minuten erstellt werden.
Gute Ideen dafür finden Sie schnell bei Google.

 

Der Lebenslauf, Curriculum vitae (CV)

Auch hier hat sich ein gewisser Aufbau bewährt. Sich hier zu stark künstlerisch auszutoben, ist sicher vorteilhaft für einen kreativen Job. Ansonsten lieben es Personalentscheider, wenn sie einen schnellen, rationalen Überblick über Ihren beruflichen Werdegang erhalten und ob sie alle relevanten Voraussetzungen für den angebotenen Job mitbringen.

Diverse Muster finden Sie auf unserer Seite: Bewerbungstipps und Muster-Vorlagen

Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, unsicher sind, oder etwas Spezielles brauchen, kontaktieren Sie uns unter: info@coaching-job.ch.

Ansonsten hilft Ihnen unser
unser Buch Ihr neuer Job weiter.

Ganz wichtig ist ein professionelles Bewerbungsfoto. Leider gibt es immer noch "Helden der Arbeit" welche Urlaubsbilder oder eingescannte Passfotos verwenden.
Wenn Sie ein günstiges Foto für 30.00 CHF benötigen, laden wir Sie gerne zu einem Fotoshooting ein. www.foto-guenstig.ch

 

 

Motivationsschreiben - Bewerbungsschreiben - Anschreiben

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen als Personalentscheider vor einem Stapel mit 50 Bewerbungs-dossiers und jedes beginnt mit: "Hiermit bewerbe ich mich auf Ihre ausgeschriebene Stelle vom.." Nach ein paar Stunden legen Sie den Haufen entnervt zur Seite.
Was können Sie als Jobsuchender also besser machen als Ihre Mitkonkurrenten?

 

Das Motivations- oder Bewerbungsschreiben hat nur ein Ziel:

Sie wollen eine Einladung zum Gespräch, damit Sie sich persönlich vorstellen können.

 

Darum soll Ihr Bewerbungsschreiben...

- Ihrem potentiellen Arbeitgeber einen ersten Eindruck von Ihnen vermitteln

- Ihre Motivation für die besagte Stelle klar formulieren

- Ihre Stärken zeigen und so Ihrem möglichen Arbeitgeber überzeugen, dass Sie der / die richtige sind

 

Achten Sie dabei auf folgendes:

- Einheitliches Layout

- Maximal auf zwei A4-Seiten, dies möglichst kurz und prägnant

- Gestaltungsrichtlinien: DIN5008: www.din-5008-richtlinien.de

 

Der Stil

  • Schreiben Sie dynamisch, direkt und verständlich und beachten Sie folgende Hinweise:
  • Vermeiden Sie Abkürzungen und Fachwörter, die nur ein Fachkundiger kennt und folglich für die Person, die Ihre Bewerbung entgegennimmt, unverständlich sein können. Schreiben Sie Kurzwörter wie beispielsweise "It, etc, usw," aus. Ausser, sie wurden im Stelleninserat erwähnt.
  • Vermeiden Sie englische Ausdrücke in der deutschen Sprache verwendet. Ausser, sie sind in Ihrer Branche gebräuchlich (Bank, IT usw.).
  • Vermeiden Sie Wiederholungen.
  • Achten Sie auf Rechtschreibfehler.
  • Unterschreiben Sie immer handschriftlich.

Beispiele Mustertexte

Der Aufbau

Damit sich der Personalverantwortliche rasch einen Eindruck verschaffen kann, sollte Ihr Bewerbungsschreiben gut strukturiert aufgebaut sein. Das Bewerbungsschreiben ist in drei Abschnitte eingeteilt:

 

Sie - Ich - Wir

 

Sie =  Das potentielle Unternehmen, an das Sie schreiben und die Stelle, die Sie interessiert.

Ich =  Meine Berufserfahrung und meine wichtigsten Kompetenzen, die ich in das Unter-

          nehmen einbringen kann.

Wir =  ist gemeint, was das Unternehmen und ich zusammen erreichen könnten. Zeigen Sie,

          dass Sie die Person sind, die am besten den Erwartungen des Unternehmens entspricht.

 

Konkret, was bedeutet dies, 10 Formulierungsbeispiele:
(Bitte übernehmen Sie die folgenden Sätze nicht 1:1. Es sind nur Beispielsätze, die Ihnen Forumulierungsideen liefern sollen)

 

1. Sie

Im ersten Abschnitt stellen Sie einen Bezug zum Unternehmen her, an welches sie sich wenden oder in dem Sie arbeiten möchten. Zeigen Sie hier ehrliches Interesse. Informieren Sie sich über das Geschäft auf der jeweilige Homepage. Vermeiden Sie aber übertriebene Lobeshymnen.

Vergessen Sie Einleitungssätze wie, "hiermit bewerbe ich mich für diese Stelle" oder "mit grossem Interesse habe Ihre Stellenanzeige gelesen". Dies sind veraltete, nichts sagende Floskeln. Ganz ehrlich, Sie suchen einen Job! Wenn interessiert es, dass Sie die Stellenanzeige lesen.

 

Was halten Sie von folgenden Einstiegssätzen?

 

Hier ein paar Beispiele:

  • Sie suchen einen entscheidungsfreudigen und versierten Projektmanager für Ihre Entwicklungsabteilung, für den soziale Kompetenz, Organisationstalent und Durchsetzungskraft nicht bloss Wortwolken sind, sondern gelebte Praxis? Dann hören Sie auf zu suchen: Hier bin ich
  • Von meiner Haustür bis zur Klinik sind es mit dem Velo genau 16 Minuten. Das heisst: Während die anderen Mitarbeiter noch im Stau stehen, könnte ich morgens schon die erste Pflegende auf der Station sein.
  • Schon seit 3 Jahren beschäftige ich mich mit Ihrem Produkt, da ich dieses täglich gebrauche . Als ich dann Ihre Stellenanzeige von gestern las, wusste ich sofort: Das passt! Die Herausforderungen sowie die Perspektiven, die diese Position bieten, haben mich sofort begeistert...
  • Es hat mich riesig gefreut, Sie persönlich an der Zuger Messe vergangene Woche kennenzulernen. Der Auftritt Ihres Unternehmens sowie die Gespräche mit Ihrer Mitarbeiterin, Frau Röteli, haben mich sehr beeindruckt und den Wunsch verstärkt, meine Ausbildung zum Mediamatiker bei Ihnen absolvieren zu wollen. Daher bewerbe ich mich heute...

 

Trauen Sie sich was ! Sie können nur gewinnen.

 

Weitere, eher konventionelle Beispiele:

Nach einem Telefonat:

  • Vielen Dank für das nette Telefonat von gestern. Gerne komme ich auf unser angenehmes Gespräch zurück, welches mich noch einmal darin bekräftigt hat, dass ich für Ihr Unternehmen arbeiten und mein ganzes Können und Herzblut bei Ihnen einbringen möchte.
  • Herzlichen Dank, dass Sie sich gestern kurz Zeit für mich und unser Telefonat genommen haben. Wie besprochen sende ich Ihnen anbei meine Bewerbungsunterlagen.
  • Unser offenes und freundliches Telefonat hat mich sehr beeindruckt und mein Interesse bestärkt, für Ihr Unternehmen zu arbeiten. Ich hoffe, ich konnte Ihr Interesse an mir ebenfalls wecken. Das möchte ich nun verstärken, indem ich Ihnen hiermit meine Bewerbungsunterlagen zusende...

 

Auf ein Stelleninserat:

  • Ihre Stellenanzeige vom 1. September 2017 hat mich sofort angesprochen. Nachdem ich schon drei Jahre Erfahrungen als Sachbearbeiterin im Versicherungsbereich sammeln konnte, wäre diese Position nun der nächste richtige Schritt. Ich bin überzeugt, dass Ihnen vor allem meine Fähigkeiten und mein Praxis-Know-how in diesem Bereich von grossem Nutzen sein werden. Denn...
  • Ihrer Stellenanzeige im Jobs.ch ist zu entnehmen, dass Sie hohe Ansprüche an die Kundenorientierung und die Qualität Ihrer Produkte stellen. Genau das ist auch mein Anspruch an meine Arbeit. Zudem verfüge ich genau über die Erfahrungen, die Sie aktuell suchen...
  • Sie suchen möglichst bald eine Assistentin im Bereich Personal, die selbstständig und zuverlässig auch unter hoher Belastung arbeiten kann? Das kann ich! Zudem bringe ich ... mit...

 

Initiativbewerbung

  • Aus den Medien war zu entnehmen, dass Sie in nächster Zeit in China expandieren und dort steigende Umsatzzahlen erwirtschaften wollen. Mit meinen fliessenden Chinesisch- und Markt-Kenntnissen würde ich Sie dabei gerne unterstützen und so zum künftigen Unternehmenserfolg beitragen...

 

Entscheidend ist, dass Sie Ihren eigenen Sprachstil und Ihre eigene Formulierungen finden. Einen persönlichen, ganz individuellen Einleitungssatz, der auch zum Rest des Anschreibens und der Bewerbung passt. Das ist nicht ganz einfach. Fragen Sie mich, wenn Sie nicht weiter kommen.

 

2. Ich

Im mittleren Teil des Schreibens sprechen Sie von sich und Ihren Berufserfahrungen, Ihren Erfolgen und Fertigkeiten. Stellen Sie dabei einen direkten Bezug zu der Stelle her, auf die Sie sich bewerben. Greifen Sie auf Ausdrücke und Wörter zurück, die im Stelleninserat erwähnt werden oder benutzen Sie entsprechende Synonyme.

 

Beispiele:

  • Aktuell arbeite ich bei der Firma A+B AG im ungekündigten Arbeitsverhältnis und schätze die abwechslungsreiche Tätigkeit in der Personalabteilung. Zu meinen Aufgaben gehören administrative Arbeiten wie Absenzenkontrollen, erstellen von Arbeitszeugnissen sowie Unterstützung in der Saläradministration.
  • Bei meinem letzten Arbeitgeber ist es mir gelungen, die Qualität der Kundenbetreuung so zu optimieren, dass die Reklamations- und Rücktrittquote um 1/3 gesenkt und der Umsatzerlös um 3,5 Millionen CHF gesteigert werden konnte. Ein von mir initiiertes Bonusprogramm brachte dem Unternehmen sogar 10'000 zusätzliche Kunden.
  • Meine Begeisterung war sofort da, also ich gesehen haben, dass Sie eine Assistentin suchen. Begeistert bin ich nicht nur, weil ich bei Ihnen alle meine Fähigkeiten und Fertigkeiten optimal einbringen kann, sondern weil ich die Entwicklung Ihres Unternehmens zum Global Player im Motorradbusiness schon seit einiger Zeit mit grossem Interesse verfolge. Ich bin ein echter BMW-Fan!

3. Wir

Im letzten Teil des Schreibens Stellen Sie Ihre mittelfristigen Ziele heraus und nennen Sie Projekte, die Sie bei dieser Arbeitsstelle verwirklichen könnten und die dem Unternehmen bei seiner Weiterentwicklung helfen. Kurz gesagt: Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Stelle bereits.  Überlegen Sie sich, was Sie alles ins Unternehmen einbringen könnten.

 

Beispiele:

  • Diese Erfolgsstory würde ich gerne in Ihrem Unternehmen fortsetzen, das ich bisher schon als externer Architekt im Bereich ... kennenlernen durfte. Ich bin überzeugt, dass es mir gemeinsam mit Ihrem Team gelingen kann, Ihr Unternehmen in die Top Ten der Anbieter von Business-Software zu bringen, indem wir...
  • Als gebürtige Elsässerin, die mit einem Engländer verheiratet ist, spreche ich fliessend Deutsch, Englisch und Französisch. Deshalb bin ich mir sicher, die internationale Entwicklung ihres Unternehmens künftig perfekt unterstützen zu können.

 

4. Abschluss / Schlussteil / Grussformel

Erwähnen Sie in diesem letzten Abschnitt, dass Sie sich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freuen würden. Auch wenn die Wörter "würde" oder "wäre" sehr höflich und sympathisch bescheiden tönen, er schwächt Ihr Schreiben ab. Insbesondere wenn der Personaler nur den ersten und letzten Satz liest. Schlussendlich tragen Sie einen grossen Rucksack mit Erfahrung auf Ihrem Rücken.

Beispiele:

  • Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch davon, dass Sie mit mir eine ebenso engagierte wie erfahrene Mitarbeiterin gewinnen. Bis zu Ihrer Rückmeldung verbleibe ich...
  • Gerne möchte ich Sie und Ihr Unternehmen in einem persönlichen Gespräch kennenlernen.
  • Ich bin gespannt auf Ihre Antwort und freue mich, wenn Sie sich die Zeit für ein persönliches Gespräch nehmen.
  • Für ein Bewerbungsgespräch, wie zu einem Probearbeitstag komme ich gerne zu Ihnen und freue mich über eine Einladung.
  • Auf die Gelegenheit, mich bei Ihnen persönlich vorzustellen, freue ich mich schon jetzt.
  • Für ein persönliches Gespräch komme ich gerne zu Ihnen.
  • Ihrer - hoffentlich positiven - Rückmeldung sehe ich mit Freude entgegen.
  • Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe bis dahin...

Für Mutigere

  • Wenn Sie also einen kompetenten, zuverlässigen und belastbaren Mitarbeiter suchen, dann freue ich mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.
  • Über eine positive Nachricht von Ihnen freue ich mich schon jetzt.
  • Wie Sie sehen, bin ich für die Position hochmotiviert und freue mich Ihnen dies im Vorstellungsgespräch persönlich zu beweisen.
  • Ich komme gerne für ein Bewerbungsgespräch, ebenso wie zu einem Schnuppertag zu Ihnen und freue mich über eine Einladung.
  • Ich freue mich sehr, schon bald mit Leidenschaft und Engagement zum Erfolg Ihres Unternehmens beizutragen und freue mich über eine Einladung zum Vorstellungs-gespräch.
  • Ihrer positiven Rückmeldung sehe ich mit grosser Freude entgegen.
  • Gerne überzeuge ich Sie persönlich. Auf einen Terminvorschlag dazu freue ich mich.
  • Ich erwarte Ihre Antwort mit Interesse und freue mich, wenn Sie sich die Zeit für ein persönliches Gespräch nehmen.
  • Wie Sie sehen, bin ich für eine Mitarbeit hochmotiviert und freue mich, Ihnen dies im Vorstellungsgespräch persönlich zu beweisen.
  • Gerne überzeuge ich Sie von meiner Eignung. Auf einen Terminvorschlag von Ihnen freue ich mich.
  • Ich brenne darauf, schon bald mit Leidenschaft und Engagement zum Erfolg Ihres Unternehmens beizutragen und freue mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.
  • Wenn Sie also einen kompetenten, zuverlässigen und belastbaren Mitarbeiter suchen, dann freue ich mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.
  • Falls Sie noch Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.
  • Gerne überzeuge ich Sie persönlich. Auf einen Terminvorschlag dazu freue ich mich.
  • Auf die Gelegenheit, mich Ihnen persönlich vorzustellen, freue ich mich.
  • Für ein weiterführendes persönliches Gespräch komme ich gerne zu Ihnen.
  • Jetzt möchte ich mich bei Ihnen gerne noch persönlich vorstellen.

Im letzten Abschnitt kann auch auf die Gehaltsvorstellung eingegangen werden, wenn diese im Inserat verlangt wird. Beispiele:

  • Meine Gehaltsvorstellungen belaufen sich aktuell auf 91'000 CHF brutto im Jahr. Bei meiner einmonatigen Kündigungsfrist stehe ich Ihnen ab 1. Dezember 2017 gerne zur Verfügung.
  • Meine Gehaltsvorstellungen bewegen sich um 91'000 CHF brutto im Jahr. Die genaue Ausgestaltung meines Saläres sollten wir in einem persönlichen Gespräch abstimmen. Ich freue mich auf eine Einladung und verbleibe bis dahin.

Layout

 

 

Oben links: Ihre Kontaktdaten: 

  • Vorname Name
  • Strasse
    PLZ / Ort

Darunter: Anschrift des Unternehmens, bei dem Sie sich bewerben.

 

Allgemein:

- Einheitlich
  - gleichmässiger Abstand der Seitenränder
  - Abstand links 25mm / rechts 20mm
  - ausgewogene Absätze usw.)
-
Linksbündige Formatierung.

 

Hier finden Sie noch weitere kostenlose Muster-Vorlagen

 

 

 

 

 

 

Schriftart

Wählen Sie eine neutrale und gut leserliche Schriftart.

Achten Sie dabei darauf, eine Grösse zu wählen, die nicht zu gross und dominant wirkt, aber auch nicht so klein, dass der Personaler eine Lupe braucht.

 

Die Betreffzeile dürfen Sie "fett" und ein bisschen grösser gestalten. Auf diese Weise erleichtern Sie dem Gegenüber, Strukturen zu erkennen und lenkt das Auge des Personalers auf die wichtigsten Infos.

 

Unterstreichungen sind tabu und gehören in die Mottenkiste. Ebenfalls das Wort "Betreff" oder "Betr."

 


Das Vorstellungsgespräch

Mitarbeiter werden aus verschiedenen Gründen eingestellt. Sie sollen:
- Ein Problem lösen
- Den Umsatz erhöhen
- Die Kosten senken
- Dem Chef / der Chefin gefallen

 

wobei der letzte Punkt wohl der wichtigste ist oder anders ausgedrückt:
Bewerber werden aufgrund ihrer Fähigkeiten eingestellt und - auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen - dem Chef/der Chefin gefallen.

Was sind also die Phasen des Vorstellungsgesprächs:

Phase 1: Die Einladung und die Vorbereitung
In dieser Phase sollten Sie herausfinden, wer die Chefin/der Chef ist, mit der sie zusammen-arbeiten werden. Wenn Sie den Namen kennen, machen Sie sich über Google, Xing und LinkedIn schlau. Und machen Sie sich Gedanken darüber, ob Sie an einer täglichen Zusammenarbeit wirklich interessiert sind.
Im fachlichen Teil der Vorbereitung müssen Sie herausfinden, was genau von Ihnen bei der neuen Arbeitsstelle gefordert wird und somit Ihren Leistungskatalog danach anpassen. Das Gute ist, dass Sie ja bereits eine Einladung erhalten haben, da Sie mit Ihren Unterlagen bereits überzeugt haben.

 

Phase 2: Begrüssung
In dieser Phase wird sehr oft schon entschieden, ob der Prozess überhaupt weitergeht. Denn in den ersten paar
Millisekunden stellt sich heraus, ob Sie dem Personalentscheider sympathisch sind oder nicht. Und hier spielen archaische Grundmuster von unseren Vorfahren hinein. Diese mussten, wenn Sie auf jemanden Fremdes trafen, entscheiden: Feind oder Freund. Dafür kann die Personalentscheiderin oder der zukünftige Chef also nichts dafür.
Ihr Ziel muss es also sein, beim ersten Kennenlernen als Freund durchzugehen. Dazu 3 Tipps:
1. Seien Sie pünklich (5 Min. vorher)
2. Ihre Kleidung ist einwandfrei
3. Zeigen Sie - trotz Nervosität - ein freundliches, überzeugendes und souveränes Lächeln.

 

Phase 3: Smalltalk
"Haben Sie den Weg gut zu uns gefunden" sind klassische Einstiegfragen. Natürlich können Sie sagen, "Nö, sonst wäre ich ja nicht hier..." Besser wäre allerdings, wenn Sie sich vorher über-legen, was Sie sagen könnten, um die Chance wahrzunehmen, um auch auf der emotionalen Ebene zu punkten. Machen Sie auch nicht den Fehler, bereits schon in dieser Phase Ihren Leistungskatalog zu präsentieren. Hier geht es nur darum sich auf das Gespräch gegenseitig einzustimmen.

Phase 4: Vorstellungsrunde des Unternehmens und Ihrer zukünftigen Abteilung
Geniessen Sie es, wie Ihnen das Unternehmen verkauft wird. Lehnen Sie sich aber nicht zurück in Ihren Stuhl und verschränken Sie auch nicht die Arme. Das Ihnen Erzählte sollte Sie so stark interessieren, wie das Endspiel in der Fussball-Weltmeisterschaft. Dann werden Sie sich auto-
matisch eher nach vorne beugen.
Danach stellen Sie gezielte Fragen, um Ihr Interesse zu unterstreichen. Vermeiden Sie auf jeden Fall irgendwelche Kritik. Sei es vom letzten Arbeitgeber, vom letzten Chef oder vom neuen Unternehmen.
Wenn Sie nun im Gesprächverlauf merken, dass Ihnen das eine oder andere missfällt, bleiben Sie freundlich. Sie können ein Angebot ja immer noch ablehnen.


Phase 5: Ihre Fachpräsentation
Erst wenn der Personalentscheider zu den fachliche Fragen wechselt, sind Sie gefordert. Jetzt müssen Sie Ihr berufliches Wissen und Können unter Beweis stellen. Haben Sie keine Angst oder Selbstzweifel. Sie tragen einen gut gefüllten Rucksack mit vielen Erfahrungen und Kenntnissen, sonst wären Sie gar nicht eingeladen worden.

Phase 6: Organisatorisches
Ganz wichtig in dieser Phase ist herauszufinden, inwieweit hinsichtlich des Salärs Spielräume bestehen.
Sollte die Arbeitsstelle
für Sie überhaupt nicht in Frage kommen, seien Sie unbedingt ehrlich und geben Sie auch kein positives Signal.
Auch sehr wichtig, WIE GEHT ES WEITER? Was sind die nächsten Schritte. Müssen noch Referenzen eingeholt werden? Und so weiter...

Phase 7: Verabschiedung

Hier befindet sich das Gespräch wieder auf der emotionalen Ebene. Jetzt nochmals Fragen zu stellen ist eher suboptimal.  Auch keine Hinweise mehr oder Erklärungsversuche.

Phase 8: Wie weiter
Wenn Sie Verkäufer sind, dann wissen Sie, wie entscheidend diese Phase ist. Sie müssen, wenn ein Kunde auf Ihr Produkt oder Dienstleistung "heiss" ist, unbedingt vermeiden, dass er "abkühlt" , Sie vergisst oder sich im schlimmsten Fall gegen Ihr Angebot, resp. gegen Sie entscheidet.
Ein nett formuliertes Dankeschreiben am nächsten Tag kann Wunder bewirken.

Aber es kann auch sein, - je nach Situation - dass das Unternehmen versucht, Sie vielleicht schon beim Interview "festzunageln" um eine Zusage von Ihnen zu bekommen. Auch hier, schlafen Sie nochmals darüber. Es wirkt einfach professioneller.

 

... und ganz zum Schluss
Es ist wie beim Verkaufen oder bei einem Dating. Machmal klappt es sofort, manchmal ein bisschen länger und manchmal vergehen Wochen. Wichtig ist nur, dass Sie die Regeln beherrschen und besser spielen, als Ihre Wettbewerber.

Zwei Männer sind zu Fuss in der Wüste unterwegs, als sie plötzlich einem Löwen gegenüberstehen. Da fasst der eine Mann in seinen Rucksack, holt ein Paar Turnschuhe heraus und beginnt, diese anzuziehen. Sagt der andere Mann zu ihm: „Bist Du doof ! Glaubst Du wirklich, Du könntest mit den Turnschuhe schneller laufen als der Löwe?“
Entgegnet der andere: „Das muss ich gar nicht, ich muss ja nur schneller laufen als Du…

 

Was heisst das für Sie. Sie müssen nicht schneller und stärker sein als der Löwe. Nur besser als Ihre Konkurrenz.


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