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Die tödlichsten Fehler beim Bewerben / Anleitung für eine grotten schlechte Bewerbung

Liebe Besucher meiner Seite...
Immer wieder erhalten wir Bewerbungen, welche so grottenschlecht sind, dass wir einfach einmal unseren Frust als BewerbungsCoaches loswerden wollen.


Warum, ich erkläre es Ihnen:

Bewerbungstechnik; Lebenslauf; Bewerben; Verkaufsprospekt
Lebenslauf --> Verkaufsprospekt

Gestern haben wir wieder so eine Bewerbung erhalten. Und wir sehen es immer wieder, mit welchen tödlichsten Fehlern Bewerber ihre Unterlagen versenden und sich so garantierte ins Nirwana katapultieren. Und irgendwie - ganz ehrlich - machen dies unglaublich viele Bewerber !

Bewerben - was hat dies mit Verkaufen zu tun.
Sie sind eine Verkäuferin - Sie sind ein Verkäufer ! Punkt ! Ob Sie wollen oder nicht ! Denn Sie verkaufen sich jeden Tag, jede Minute - selber. Sie verkaufen Ihre Ideen, Ihre Überzeugungen, Ihre Anschauungen. Sie verkaufen sich als Angestellte / Angestellter Ihrem Boss.
Sie verkaufen sich als Partner/Partnerin. Sie sind ja damals auch nicht hingegangen und haben gesagt: "schau mal, ich bin der grösste Trottel überhaupt - wäre es nicht cool wenn wir zusammen..."  Richtig - das haben Sie nicht gemacht.
Also jeder verkauft sich ! Basta !

Aber viele machen genau diese Fehler im Bewerbungsprozess.
Und das ist gar nicht schwer. Sie müssen nur diese Tipps beachten.

Legen Sie sich zuerst eine idiotische Email-Adresse zu, wie „Festhütten-Jonny@hotmail.com“. Dann geben Sie im „Betreff“ Ihres Email einen ganz anderen Beruf als den gesuchten an und schreiben, wenn immer möglich den Namen des Arbeitgebers falsch.


Lebenslauf


🤓 Auf Ihrem Lebenslauf, macht sich ein uraltes, unscharfes Privatfoto besonders gut. Zum Beispiel aus dem Urlaub mit Strandbar im Hintergrund. Das Wort "Bewerbungsfoto" existiert nicht in Ihrem Wortschatz.

🤪 Sie verwenden unterschiedlichste Schriften und Schriftgrössen. Der Personalentscheider soll ja erkennen, dass Sie sich mit MS-Word auskennen. Selbstverständlich dürfen die üblichen orthografischen Fehler nicht fehlen. Auch sonst halten Sie sich streng an die Regel:
Ordnung braucht nur der Dumme - das Genie beherrscht das Chaos.

😖 Eine Adresse ? Warum braucht der Personaler sowas. Er darf ja auch mal was machen.

🥱 Erst wenn mein Lebenslauf richtig lang ist - mehr als 3 Seiten - gehöre ich zu den top Heroes.
Dabei darf der Besuch des Kindergartens und i
rrelevante Hobbys und Interessen, wie der Töpferkurs in Andalusien, auf keinen Fall fehlen.

🤩 Sie nehmen z.B. **** (Sterne) für Kenntnisse in Sprache oder IT. Exzellent. Jedes CV-Parsing-System versteht diese Angaben. Sie landen garantiert im aus!

🤔 Sie erwähnen zwar die bisherigen Arbeitgeber, hüten sich aber prinzipiell davor, ihre Tätigkeit genauer zu beschreiben. Soll doch der Leser erraten, was Sie ausgeübt haben.

🤣 Sie haben Lücken. Perfekt. Am besten Sie liefern gleich noch eine flapsige Formulierungen mit wie „War geil !“ oder „Neidisch?"


Beilagen

 

😳  Scannen Sie Ihre Zeugnisse kaum lesbar. Am besten zwischendurch eines auf dem Kopf stehend oder schief. Ebenso freut sich der Personalentscheider über uralte Bescheinigungen (vor 2010) oder völlig unwichtige. Ein Gewirr und Durcheinander zwischen den Zeugnissen, Zertikaten oder der Abfolge macht Sie zum Star der Ordnung.
Mit über 10 MB freut sich das Gegenüber besonders, da es den Drucker oder den Posteingang blockiert. Sie sind der Held des Tages !

Falls Sie jetzt denken, dass ich mir das nur für diesen Blog ausgedacht hätte, muss ich Sie enttäuschen. Leider gelebte tagtäglich Praxis.

 

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Sicher denken Sie, was labert der Onkel da. Ich werde es Ihnen sagen.
Können Sie es sich vorstellen, dass es in der Schweiz einen Unternehmer gibt, der am Morgen aufwacht und sagt, "ich brauche einen Experten, der mir hilft, meinen Umsatz zu erhöhen. Am liebsten Harry G. " Glauben Sie das wirklich. Ich habe die Antwort für Sie. Neeeein ! Das passiert nicht ! Hier kommt die nackte Wahrheit - es interessiert sich niemand für Sie oder Ihre Dienst-leistung.
Bang !

Sondern - und das ist die Kernaussage - der Unternehmer wacht am Morgen schweissgebadet auf und denkt, ich habe ein Problem ! Mir fehlt Umsatz ! Oder mir fehlt jemand, der mir die Arbeit erledigt. Oder ich habe einen Engpass. Oder - ich bin interessiert an folgender Lösung.

Was heisst das für Sie:
Konzentrieren Sie sich auf die Lösung und auf den Nutzen, den das Unternehmen von Ihnen hat.

Und das ist ein riesen Unterschied zu 99% der meisten Bewerbern. Wenn Sie das verstanden haben, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen bezüglich eines Jobs.
👉 Überlegen Sie sich darum, wo brennt denen der Kittel. An welcher Lösung ist das Unternehmen interessiert.

Das ist der KITTELBRENNFAKTOR. Und nur wenn Sie den Kittel-Brennfaktor des Unternehmens kennen, für welches Sie sich bewerben, können Sie auch eine massgeschneiderte Lösung anbieten. Heisst, Sie MÜSSEN den Lebenslauf jedesmal an die ausgeschriebene Stelle anpassen.
Und das ist der Unterschied - der absolute Game Changer.

Was Sie jahrelang gemacht haben und worauf Sie sogar stolz sein dürfen, schreiben Sie dies bitte in Ihr Tagebuch. Erzählen Sie dies, Ihrer Oma oder Ihrem Mami. Die sind darauf stolz. Aber nicht das Unternehmen. Denn die interessiert nur, what's in it for me. (Was bringt er/sie mir, resp. meinem Unternehmen).

👉 Zeigen Sie eine Lösung auf, präsentieren Sie Ihre bisher erreichten Ergebnisse, dann finden die Unternehmer Sie spannend.

Und leider konzentrieren sich die meisten Bewerber nur auf sich selber. Und das ist unserer Meinung nach, der tödlichste Fehler im Bewerbungsprozess.

Sie haben noch weitere Fragen. Gerne helfen wir Ihnen weiter.

Ihr JobCoach

 

Michael Bommel

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