Berufs- und Lebensplanung

Liebe Besucher meiner Seite...
Ihren nächsten Urlaub planen Sie bis ins kleinste Detail. Bekanntlich ist ja auch Vorfreude die grösste Freude. Andere planen weniger - sagen sich, der Weg ist das Ziel. Genauso kann die Lebensplanung unterschiedlichste Formen annehmen. Je nach individuellem Blickwinkel.

Ein eigenes Haus bauen, eine Familie gründen, viel Geld verdienen, eine Karriere als Profisportler, eine Traumreise, usw. ... Für jeden genau das, was man mit seinem Leben anfangen möchte. Viele sind jedoch unschlüssig und so wird die Lebensplanung mehr oder weniger dem Zufall überlassen. Gewiss kann es spannend sein, sich eine Zeit lang treiben zu lassen und nicht alles von vornherein zu organisieren. Doch ganz ohne Lebensplanung fehlt oft das langfristige Ziel. Meist ist es ja so, wenn wir selbst keinen Plan haben - wenn wir selbst nicht wissen was wir von unserem Leben wollen, dann bestimmen Andere über unser Leben. Unserer Freunde, der Boss, der Verein, das Geschäft und so weiter. Wir werden zum Spielball anderer.

 

Ich kann doch nicht alles Planen, wo bleibt die Improvisation und die Unbeschwertheit vom Leben?

Ein gut überdachter Lebensplan ist flexibel. Die Ziele sind zwar definiert, der Weg aber dorthin ist offen und kann auch mit einem Umweg begangen werden. Ganz nach der Devise, Umwege erhöhen die Ortskenntnisse. Einen Lebensplan zu haben, gibt Ihnen die Macht über Ihr eigenes Leben zurück. Glauben Sie mir, ein Konzept für Ihr Leben kann extrem viel Energie und Kraft freisetzen, die sonst einfach verpufft oder für Unnötiges verbraucht wird.

„Ein Mensch ohne Vorstellungskraft hat keine Flügel.“ sagte Muhammed Ali.

Langfristige Ziele im Sinn der eigenen Lebensaufgabe richten das Bewusstsein aus, auf das, was sich durch uns verwirklicht werden soll. Sie geben uns die Energie, auch in schwierigen Situationen oder Lebensabschnitten nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern weiter auf unserem Weg zu bleiben. Und noch eines. Wenn Sie eine Vision haben, hat das nicht nur Vorteile für Sie, sondern auch Ihre Umgebung profitiert davon. Sie haben einfach mehr Energie und verbreiten diese auf Ihr Umfeld. Sie sehen also, dass die kleinste Veränderung eine ganze Kettenreaktion hervorrufen kann. Trauen Sie sich darum etwas zu und glauben Sie an sich selbst.

 

Warum fällt die Lebensplanung so schwer?

Sind Sie ehrlich zu sich selbst: Haben Sie sich schon einmal wirklich Gedanken zu Ihrer Lebensplanung gemacht? Falls Sie diese Frage mit Ja beantworten können, gehören Sie zu einer Minderheit, denn nur wenige machen sich die Mühe, Visionen, Hoffnungen, Ziele oder Wünsche für das eigene Leben aufzustellen und diese zu verfolgen. Aber warum fällt die Lebensplanung so schwer, obwohl es so einfach wäre, sich ein paar Gedanken über die eigene Zukunft zu machen? Der häufigste Grund für fehlende Lebensplanung ist mangelnde Selbstreflexion und Selbstkenntnis. Die meisten Menschen wissen einfach nicht, was sie wirklich im Leben wollen. Dem Thema wird schlicht zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, da es vielen zu unwichtig ist.

 

Oft wird eine Lebensplanung auch durch Selbstzweifel erschwert. Fehlt der Glaube daran, die eigenen Vorsätze umsetzen zu können, werden Ziele verworfen oder erst gar nicht aufgestellt. Ein Schutzmechanismus, um eine erwartete Enttäuschung zu umgehen. Einfach aus Angst vor dem Versagen. Wer sich Ziele setzt, der wird messbar und muss vor sich selbst und auch anderen Rechenschaft ablegen. Er wird sich möglicherweise am Ende des Tages fragen müssen, ob er sein Bestmögliches gegeben hat, um seinem Ziel näher zu kommen. Erst wenn wir also bereit sind, eine spielerische Haltung zu Erfolg oder Versagen zu gewinnen, können wir uns Ziele stecken, ohne am Resultat zu verzweifeln.

 

Auch gibt es Menschen, die sich ausschliesslich auf die Aufarbeitung der Vergangenheit konzentrieren und dabei völlig vergessen, dass ja auch die Gegenwart eines Tages Vergangenheit sein wird. Besser wäre es, die Gegenwart so gut wie möglich zu nutzen, um diese nicht wiederum aufarbeiten zu müssen. Wenn Sie mit Ihrem Auto von Zürich nach Bern fahren, schauen Sie ja auch nicht dauernd in den Rückspiegel, um sich auf den Verkehr hinter Ihnen zu konzentrieren. Normalerweise nutzen Sie den Rückspiegel nur um nachzuschauen, ob etwas von hinten (aus der Vergangenheit) auf Sie zukommt. Ihren Blick richten Sie aber vor allem nach vorne, nämlich dorthin, wo Sie hinwollen. Und genauso wie Sie Ihr Auto sicher steuern, lenken Sie auch Ihr Leben. Indem Sie sich Ziele setzen, bündeln Sie Ihre Energien und geben sich selbst einen positiven Drive.

 

Eine weitere Gruppe Menschen redet sich ein, dass es sich in ihrem Alter nicht mehr lohnt sich Gedanken um die Lebensplanung zu machen. Leider ist das ein Satz, der eine Einstellung widerspiegelt, die sehr häufig vorkommt und weit verbreitet ist. Fälschlicherweise wird Lebensplanung als etwas verstanden, dass ausschliesslich in jungen Jahren, kurz nach Ende der Schulzeit, von Bedeutung ist. Tatsächlich sollte diese Betrachtungsweise genau umgekehrt sein: Gerade mit steigendem Alter nimmt die Lebensplanung immer weiter an Bedeutung zu. Was will ich mit meiner aktiven Restzeit noch umsetzen. Bin ich mit meinem Leben, so wie es bisher gelaufen ist, zufrieden. Soll es so weitergehen oder ganz anders? Die Lebensplanung ab 50 kann so eine ganz neue Bedeutung bekommen. Je länger Sie warten, um Ihrem Leben eine neue Richtung zu geben, desto schwieriger machen Sie es sich selbst, Ihre Ziele noch zu erreichen. Es ist nie zu spät, um mit der Lebensplanung anzufangen - ganz egal, ob Sie nun 30, 40 oder 50 Jahre alt sind.

 

Die letzte Gruppe will sich aus Angst nicht festlegen, etwas zu verpassen. Je konkreter Sie planen und investieren, um eine Richtung einzuschlagen, desto mehr müssen Sie sich von anderen Dingen verabschieden. Sie planen zum Beispiel eine Weltreise mit dem Schiff oder wollen auswandern. Wieviel Sinn macht es dann noch, ein schönes Haus zu kaufen oder einzurichten. Oder einem Verein beizutreten, wenn Sie wissen, dass Sie sich in absehbarer Zeit wieder verabschieden müssen.

 

Wer nicht plant, hält sich - zumindest in den eigenen Gedanken - alle Optionen offen und muss keine Visionen oder Träume verwerfen. Klingt zunächst saugut, führt aber oftmals nur dazu, dass am Ende ein Mittelweg eingeschlagen wird, der so gar nicht zu den eigenen Vorstellungen passt, weil einfach eine beherzte Entscheidung fehlt.

 

Lebensplanung – so einfach kann es sein – ein paar Tipps
Lebensplanung, egal wie sie aussieht, besteht aus mehreren Phasen. Einfach und plakativ ausgedrückt:

  • Wer bin ich, was will ich?
  • Was ist mein Traum?
  • Wohin will ich?
  • Wie setze ich meinen Traum um?

Der erste Schritt erfordert ein hohes Mass an Reflexion. Wir alle vergleichen uns gerne mit anderen und messen uns an ihnen. Für die Selbstfindung ist diese Methode jedoch ungeeignet: Was andere über uns denken, wie sie unser Verhalten bewerten, ist nur eine Rückwirkung auf uns selbst. Wer sich und seine eigene Identität entdecken möchte und sich selbst besser kennenlernen will, sollte das nicht in Bezug zu anderen tun. Das Ergebnis wäre ein verzerrtes Bild. Lassen Sie los von Standards- und Mainstream-Gedanken. Fokussieren Sie sich ganz auf sich: Sie, Ihre Werte und Bedürfnisse stehen bei der Selbstfindung im Zentrum. Um sich selbst kennenzulernen, müssen manche zunächst die Angst vor möglichen Konsequenzen überwinden. Dabei kann es sich um die Angst vor Gesichtsverlust, vor finanziellem Absturz oder anderen schwerwiegenden Ereignissen handeln.

 

Verlassen Sie die Komfortzone. Diese ist zwar bequem, steht dem Selbstfindungsprozess jedoch häufig im Wege. Was alles in ihnen steckt, was sie wirklich wollen, erfahren Sie nicht auf dem Sofa. Um Ihre eigenen Grenzen zu erfahren und auszutesten, brauchen Sie nicht hohe Gipfel zu erklimmen oder Extremabenteuer zu bestehen. Auch der Alltag bietet diverse Möglichkeiten um die Komfortzone zu verlassen. An den neuen Erfahrungen werden Sie nicht nur wachsen, sondern auch ganz Neues in sich selbst erkennen.

 

Träume – das Salz des Lebens

Tagträume sind gesund. Sich seine Zukunft in farbigen Bildern ausmalen - im Kopf einen Film abspielen, seinen ganz persönlichen Film, in der man der Held ist – das ist keine sinnlose Flucht aus dem Alltag, sondern ein ganz wichtiger psychischer Vorgang. Leider verbieten sich viele Menschen Träume von einem besseren Leben. Träumen sei vermessen und hochmütig und Hochmut komme vor dem Fall, wie wir früher gelernt haben. Bedenken Sie jedoch. Tagträumen ist eine Vorwegnahme der Zukunft in der Fantasie.

„I have a dream“ hat Martin Luther King seine weltberühmte Rede eingeleitet, indem es um die Gleichberechtigung von Schwarzen und Weissen ging. Dieser einfache und banale Satz beinhaltet ein gewaltiges Potenzial an Energie. Denn ein Traum ist die Basis für eine Vision. Und eine Vision ist ein visualisiertes, also sichtbar gemachtes Ziel und bildet die wichtigste Grundlage um sich selber zu motivieren. Manipulieren Sie darum Ihr Unterbewusstsein, wenn Sie etwas verändern wollen.

Doch wie stellen wir das an? Indem wir unsere Glaubenssätze ändern. Unsere Gedanken haben mehr Macht über unser Leben, als wir es ihnen zutrauen würden. Schreiben oder zeichnen Sie Ihre Ideen auf. Legen Sie diese meinetwegen unter Ihr Kopfkissen. Oder erzählen Sie sie weiter. Nach einiger Zeit nehmen sie Ihre Notizen wieder nach vorne und Sie werden staunen, wie sich schon einige Gedanken in die Realität umwandelt haben.

 

Auch ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Laotse

Ohne die anfängliche Planung geht es nicht, aber nur mit Planung funktioniert es genauso wenig. Ein leider häufig auftretender Fehler bei der Lebensplanung ist, diese nicht in die Tat umzusetzen. Die Ausreden und Vorwände sind endlos und führen zum Stillstand. Fassen Sie sich ein Herz und stehen Sie zu Ihrer Lebensplanung. Das ist nicht immer einfach, macht sich auf lange Sicht aber bezahlt, wenn Sie zurückblicken können und wissen, dass Sie das gemacht haben, was Sie wirklich vom Leben wollten. Denn eine Vision zu haben ist das eine, aber einen Traum nicht umzusetzen, ist wie ein Segler, der zwar seinen Zielhafen kennt, diesen aber nicht ansteuert und auf dem Meer kreuz und quer herumirrt. Darum ist es wichtig, dass Sie Ihre Vision auch umsetzen.
Sicher kennen Sie das Zitat auch: Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!

Setzen Sie sich darum Meilensteine, und nehmen Sie sich nicht Zuviel vor, sondern nur so viel, wie Sie auch realistisch umsetzen können. Mit dem Erreichen eines jeden Meilensteines werden Sie motivierter und selbstsicherer. Ihr Selbstvertrauen steigt und steigt, weil Sie selber und aus eigener Kraft die Meilensteine erreicht haben. Sie werden ein anderer Mensch.

 

Zum Schluss noch drei Anregungen für Ihre Lebensplanung:

 

Hören Sie auf sich selbst

Vielen haben Angst vor der Meinung anderer, die sie davon abhält, die eigene Lebensplanung zu verfolgen. Niemand hat wirklich Freude daran sich rechtfertigen müssen oder das Gefühl zu haben, ausgelacht zu werden. Aber mit dieser Einstellung geben Sie anderen die Macht, über Ihren Weg zu entscheiden. Lernen Sie, die Meinung anderer nicht über Ihre eigene zu stellen. Es ist IHRE Lebensplanung. Und genau diese muss für Sie persönlich stimmen und nicht für irgendjemand anderen. Kann ein anderer Ihre Ziele nicht nachvollziehen, darf das Ihnen völlig egal sein. Jemand der Sie nicht versteht, braucht auch nicht Ihrem Freundeskreis anzugehören. Das einzig was zählt ist, dass Sie glücklich sind.

 

Sichern Sie sich Rückhalt

Anstatt sich auf Menschen zu konzentrieren, die Ihrer Lebensplanung mit Ablehnung, Argwohn oder gar mit Misstrauen gegenüberstehen, sollten Sie sich auf Freunde und Familie konzentrieren, die Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützen und Ihnen den Rücken stärken. Erzählen Sie, was Sie vorhaben, wie Ihr Projekt aussieht oder wie Sie sich Ihr Leben vorstellen. Der Zuspruch und das Verständnis, die Sie erhalten, wird Ihnen eine Menge Mut und Energie verleihen. Bedenken Sie aber immer. Auch wenn Ihnen Ihre Freunde Ihnen gegenüber offen und gutgesinnt sind, kann es sein, dass Sie sie mit Ihrer Idee vor den Kopf stossen. Dies mag gewiss nicht böse gemeint sein, aber es könnte möglich sein, dass Ihre Mitmenschen persönlich von Ihrem Entscheid betroffen sind. Ein Gespräch vielleicht mit einer neutralen Person wäre eine erste mögliche Option.

 

Wann ist der perfekte Zeitpunkt?

Viele warten auf den absolut perfekten Zeitpunkt, um loszulegen. Diesen Zeitpunkt gibt es nicht und wird auch nie kommen. Es gibt immer Argumente, um so weiterzumachen wie bisher und sich mit der Situation abzufinden. Im Nachhinein sind Sie immer schlauer. Stellen Sie sich vor, Sie müssen sich irgendwann fragen, ach hätte ich doch… Gibt es einen grösseren Frust im Leben eines Menschen? Wagen Sie etwas - starten Sie mit Ihrem Vorhaben jetzt und beenden Sie das endlose Abwarten. Mut tut gut.

Ihr Michael Bommel

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