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Job in Gefahr: Auf diese Warnzeichen sollten Sie unbedingt achten

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Job in Gefahr

Auch in den letzten Wochen wieder Schauernachrichten über jede Menge Entlassungen in der Schweiz und in Deutschland.
Hier ein Auflistung von Firmen, welche grösser Entlassungen angekündet haben oder bereits durchgeführt haben (ohne Gewähr):

Konzerne und Firmen (DE und CH)
Anzahl gestrichener Stellen in DE und CH
Deutsche Bank  18'000
Volkswagen VW, bis 2020 (allerdings sollen auch 11'000 neue Stelle geschafffen werden 23'000
Bayer, bis 2021  12'000
Mercedes  10'000
Audi  10'000
Continental (Total 20'000 Stellen) 7'000
VW  7'000
BASF, bis 2021  6'000
CS  5'500
BMW  5'000
Ford  5'000
Innogy (RWE, EON) 5'000
Real Supermarktkette (geschätzte Entlassungen) 4'800
SAP 4'400
Commerzbank  4'300
T-Systems 4'000
Tyssen-Krupp (weltweit 6'000)  4'000
Thomas Cook DE  3'000
Bombardier  2'200
Brose  2'000
Bosch  1'600
Dillinger Hütte & Saarstahl  1'500
Vodafon  1'300
Schäfler  1'300
Siemens  1'100
Saarbrücker Giesserei  1'000
Michelin  860
Manor  500
Novartis  500
Swisscom  300
Charles Vögele  260

Sind auch Sie von einer Kündigung betroffen? Oder haben Sie ein eigenartiges Bauchgefühl?
Nun, jeden Arbeitnehmer trifft es hart, wenn er die Kündigung erhält. Noch härter ist eine Entlassung, wenn sie unverhofft kommt. Aber gibt es wirklich keine Möglichkeiten, vorab zu erfahren, wie es um seinen Job steht? Theoretisch schon. In der Praxis gibt es meist zahlreiche Warnzeichen. Ich zeige Ihnen, an welchen Signalen Sie diese erkennen können.

Nun, ob Ihre Arbeitsstelle tatsächlich in Gefahr ist, lässt sich nicht immer zuverlässig vorhersagen. Doch sollten Sie zumindest hellhörig werden, wenn Sie eines oder sogar mehrere der folgenden Warnzeichen in Ihrem Berufsalltag feststellen. Und spätestens dann, sollten Sie sich rechtzeitig auf eine Veränderung einstellen und sich vorbereiten.

 

Es gibt verschiedene Varianten von Entlassungen:

  • Massenentlassungen eines Unternehmens
  • Outsourcing oder Schliessung einer Abteilung
  • Persönliche Entlassung

I. Massenentlassungen / Outsourcing oder Schliessung einer Abteilung
Normalerweise hören Sie Gerüchte. Daraufhin versucht die Geschäftsleitung, Entlassungspläne so lange wie möglich zu verschleiern. Pressemitteilungen werden dementiert oder als Spekulation abgetan, sowie Mitarbeiter als Verschwörungstheoretiker verunglimpft.
Leider lehrt uns die Geschichte: Wo immer solche Entlassungsgerüchte auftauchen, sind tatsächliche Kündigungen nicht fern. Und je vehementer das Dementi, desto schlimmer kommt es.
Ob ein Unternehmen Mitarbeiter wirklich entlassen muss, lässt sich frühzeitig erkennen. Gehen Sie davon aus, dass es in den nächsten Monaten und Jahren auf dem Arbeitsmarkt ziemlich unsicher, unstetig und unbeständig wird.

  • Bei negative Schlagzeilen in den Nachrichten zur Branche oder zu einzelnen Unternehmen sollten Sie genauer zuhören.
  • Der Markt befindet sich im ständigen Wandel. Unternehmen müssen sich laufen anpassen. Sollten Sie feststellen, dass der Umsatz in Ihrem Unternehmen stark fällt, sollten Sie hellhörig werden.
  • Mahnungen oder Betreibungsandrohungen im eigenen Geschäft häufen sich.


II. Persönliche Entlassung

1. Der Chef fragt Sie nicht mehr

Wenn der Chef Sie bisher immer respektiert hat oder Sie nach Ihrer Meinung gefragt hat, sollten Sie aufmerksam werden, wenn sich dieses Verhalten ändert. Dann kann es nämlich sein, dass er nicht mehr ganz von Ihnen überzeugt ist.
Jemanden nach seiner Einschätzung zu fragen, ist ein Zeichen von Vertrauen und
Wertschätzung
.

2. Aufgaben werden delegiert
Aufgaben werden zunehmend delegiert oder Kunden, die Sie bisher betreut haben werden an einen Kollegen gegeben? Oder Sie erhalten einfache, anspruchslose Aufgaben, die auch ein Lehrling im ersten Lehrjahr problemlos erledigen könnte. Dies mag am Anfang noch angenehm und positiv sein, verschafft sie Ihnen doch zunächst mehr Spielraum und Ruhe. Doch nach einiger Zeit sollten Sie sich die Frage stellen, warum Ihre Aufgaben auf einmal anderweitig abgedeckt und vergeben werden.
Nun das könnten Zeichen sein, dass Ihr Chef mit dem Gedanken spielt, Sie zu kündigen und schon mal Ihren Abgang aus dem Unternehmen plant.


3. Informationen erreichen Sie nicht mehr.
Haben Sie das Gefühl, als würden Informationen irgendwie an Ihnen vorbeifliessen? Das kann natürlich ein simples Problem in der Kommunikation sein. Aber es könnte auch ein Warnzeichen sein, dass für Aufgaben und Projekte relevante Informationen an die Kollegen gehen, da langfristig nicht mehr mit Ihnen geplant wird.

 

4. Ihr Chef / ihre Chefin bittet Sie zum Gespräch.
Fehler gehören zum Arbeitsleben dazu und sind in der Regel kein Grund einer Kündigung. Scheinen Sie hingegen von einem Fehler in den nächsten zu stolpern und vom Chef regelmässig darauf angesprochen werden, sollten Sie in Betracht ziehen, dass Ihnen über kurz oder lang eine Kündigung droht.

5. Der Boss interessiert sich für Details
Gemeint ist nicht das übliche Mass, sondern wenn er/sie ins Detail geht. Hier werden Beweise gesucht, um die Kündigung vorzubereiten. Passen Sie hier besonders auf.

 

6. Sie werden aufgefordert, Arbeiten mit Ihren Kollegen zu teilen
Sie werden gebeten, Ihre Kontakte, Kunden, Projektdaten mit Kollegen zu teilen. Alarmstufe Rot! Heisst, Sie sind wahrscheinlich schon gefeuert. Ihr Boss versucht irgendwie den Schaden zu begrenzen. Eine ganz linke Nummer.
Tipp: Spielen Sie das Spielchen mit und lassen sich nichts anmerken. Oberstes Ziel, gutes Arbeitszeugnis.

 

7. Gespräch unter vier Augen.
Das ist ein ziemlich eindeutiges Zeichen. Wenn Ihr Vorgesetzter Ihnen mitteilt, dass Ihr Job gefährdet ist, brennt die Luft. Dann sollten Sie keine Zeit verstreichen lassen und durch Mehrleistung gegensteuern – oder schon mal mit den Bewerbungen für eine neue Stelle beginnen.

 

Auch wenn es schmerzt - nehmen Sie es nicht persönlich

Viele Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz in Gefahr sehen, beginnen an sich zu zweifeln und suchen nach Gründen, die mit ihrer Person zu tun haben. Vergessen Sie diesen Ansatz ganz schnell!
Wenn Ihr Vorgesetzter mit Ihnen ein persönliches Problem hat, können Sie erstens dagegen ohnehin nichts tun. Zweitens müssen dazu noch fachliche Gründe kommen, um Ihren Job wirklich zu gefährden.

 

5 Tipps, die Ihnen bei einer drohenden Kündigung helfen:

1. Fragen Sie sich, ob es sich lohnt zu kämpfen
Es ist eine harte Tatsache, die schmerzen kann, doch nicht immer ist eine drohende Kündigung die schlechteste Alternative. Vielleicht ist es erst zu dieser Situation gekommen, weil Sie in Ihrem Job unzufrieden sind und auch die Leistungen darunter gelitten haben.
In diesem Fall sollten Sie zunächst für sich selbst entscheiden, ob Sie überhaupt etwas dafür tun möchten, um der drohenden Kündigung entgegenzuwirken oder ob Sie nicht besser Ihre Energie bündeln, um nach einer Stelle zu suchen, die eher Ihren Vorstellungen entspricht.

 

2. Fallen Sie positiv auf
Wer das drängende Gefühl hat, er stehe auf der Abschussliste, folgt meist instinktiv seinem Fluchtinstinkt. Man versucht im Hintergrund zu bleiben, möglichst keine Aufmerksamkeit des Chefs zu erregen und sich so noch einmal aus der Affäre zu ziehen.
Leider ist dies oft die falsche Strategie. Statt sich zu verkriechen, sollten Sie mit Ihren besten Leistungen auffallen, um den Chef zu überzeugen, dass er Sie in seinem Team haben will. Vier Möglichkeiten:

2.1. Melden Sie sich für freiwillige Arbeiten oder Projekte
In Unternehmen gibt es immer Projekte für die Mitarbeiter aus Fachabteilungen. Und es gibt viele Kollegen, die sagen: Dafür werde ich nicht bezahlt. Da mache ich nicht mit. Wenn Sie das aber mit Spass und ohne gleich auf mehr Gehalt zu bestehen, wird Ihnen das hoch angerechnet.

2.2. Experimentieren Sie ausserhalb der Firma
Üben Sie Führung als Vorsitzender eines Vereins und/oder starten Sie nebenberuflich ein Internetgeschäft.

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Chef von Ihren Erfolgen erfährt und Ihnen vorschlägt, die Kenntnisse auch innerhalb der Firma einzubringen. Viele Unternehmen haben noch keinen Social Media Manager oder einen Online-Shop - Ihre Chance mit Zukunftsperspektive.

 

2.3. Suchen Sie im Unternehmen gezielt nach Dingen, die Sie verbessern können
Richtig - jedes Unternehmen will Kosten sparen und Umsatz erhöhen. Dies geschieht durch Rationalisierung und Digitalisierung. Durch neue Produkte und Vertriebsideen. Schauen Sie was der Wettbewerb macht, was in anderen Branchen gemacht wird und schlagen Sie diese in Ihrem Unternehmen vor.

 

2.4. Bringen Sie sich als Nachfolger in Stellung

Schauen Sie sich im Unternehmen um und finden Sie heraus, welche Kollegen, in den nächsten Jahren befördert werden oder in Pension gehen. Sorgen Sie dafür, dass Sie sich die entsprechenden Qualifikationen aneignen und dies auch geeignet kommunizieren (Stichwort: Selbstmarketing); wichtig ist dabei mit Ihrem zuständigen Betreuer in der Personalabteilung in engem Austausch zu bleiben.


3. Lassen Sie sich nicht unterkriegen

Das Gefühl, dass man eventuell vor einer Kündigung steht, ist für Mitarbeiter eine große Belastung. Der meist ohnehin enorme Stress am Arbeitsplatz wird durch die Unsicherheit der eigenen Arbeitsstelle noch verstärkt. Plötzlich macht man sich Sorgen um die Zukunft und die finanzielle Absicherung.
Versuchen Sie, sich nicht von der Angst unterkriegen zu lassen. Noch liegen keine klaren Fakten auf dem Tisch. Vielleicht ist Ihre Sorge völlig unbegründet oder sie können die Kündigung mit einem Gespräch noch abwenden.

 

4. Entwickeln Sie sich weiter
Sehen Sie Ihre Karriere auch als einen Veränderungsprozess an, der nicht nur in einer Abteilung oder in einem Unternehmen stattfindet. Darum ist es immer eine gute Idee, sich weiterzubilden und die eigenen Fähigkeiten auszubauen. Bei einer drohenden Kündigung gilt dies umso mehr. Zeigen Sie gerade jetzt Ihrem Vorgesetzten Ihren Willen und Ihre Motivation für eine Weiterbildung.
Tja, und selbst wenn es halt nicht klappen sollte, werden die neuen Qualifikationen und Kompetenzen Ihnen auf dem Arbeitsmarkt helfen, einen neuen Job zu finden.

 

5. Suchen Sie das Gespräch mit dem Chef
Ein schwerer, aber möglicherweise ein wichtiger Schritt, ist das Gespräch mit Ihrem Chef. Auf dieses Weise erfahren Sie, nachdem er seine Unzufriedenheit mit Ihren Leistungen geäussert hat, was er von Ihnen erwartet und was Sie tun können, um die drohende Kündigung abzuwenden, bevor es zu spät ist. Zudem können Sie Ihren Vorgesetzten über Ihre letzten Leistungen informieren.
Ein Garant ist es jedoch nicht. Auch wenn Ihr Chef positiv und optimistisch klingt, hat er die Kündigung vielleicht bereits schon unterschrieben.

 

Das Glück des Scheiterns

 

Meine Tipps:

  1. Scheitern Sie ungeniert! Und lernen Sie dabei fürs Leben. Wer scheitert, erhält vom Leben nur einen Hinweis darauf, dass er/sie etwas ändern muss.
  2. Drei bis maximal fünf Jahre genügen auf einem Job. Zwei Jahre zum Lernen, zwei Jahre, damit die Firma auch was von Ihnen hat und maximal ein Jahr, um den Job mit links zu machen.
  3. Überarbeiten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen
    Ja, Sie sollten positiv bleiben und alles dafür tun, um Ihren Job zu halten. Naivität ist hingegen nicht angebracht und Sie sollten immer die Möglichkeit bedenken, dass Ihre Bemühungen ohne Erfolg bleiben. Für diesen Fall sollten Ihre Bewerbungsunterlagen auf dem aktuellen Stand sein, damit Sie schnell in die nächste Jobsuche einsteigen können.
  4. Rechtliche Infos zur Kündigung finden Sie übrigens sehr gut beschrieben im Beobachter.

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