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Diese Fehler sollten Sie bei Ihrer Kündigung vermeiden - man sieht sich im Leben immer zweimal

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Kündigung

Ihr Chef verhält sich wie ein Elefant, Ihre Kollegin wie eine Giftschlange und die anderen sind sowieso Vollpfosten und Hyänen. Sie fühlen sich wie im Dschungelcamp.

Sie denken nur noch
Ich bin ein Star – holt mich hier raus !!!

Bevor Sie aber alles einfach hinschmeissen, empfehlen wir Ihnen im Fall eines eventuellen Rechtsstreits sich durch bestimmte Formalien abzusichern. Wir erklären Ihnen, was wichtig ist und worauf es ankommt.


Der meistgenannte Grund, warum sich Arbeitnehmer nach einem neuen Job umsehen, sind Schwierigkeiten mit dem Vorgesetzten. Meist ausgelöst durch Kommunikationsfehler.
Ja, und irgendwann ist es soweit – ein Jobwechsel muss her.

Leider sind Kündigungen selten eine schöne Angelegenheit. Die Kollegen sind enttäuscht oder der Chef gekränkt. Und durch Neid oder Missgunst kann es zudem passieren, dass einem noch Knüppel in den Weg gelegt werden. Darum möchten viele Arbeitnehmer nichts falsch machen. Dabei drängen sich viele Fragen auf: Reicht es, mich nur mündlich zu äussern oder muss ich ein E-Mail schreiben oder gar ein offizieller Brief? Wie formuliere ich das Schreiben? Wäre es gut, wenn ich vorher ein Gespräch mit meinem Chef führen?

Hier folgen einige Tipps:

Kommen wir zuerst zum Obligationenrecht

Form: Sofern im Arbeitsvertrag nicht anders geregelt, kann eine Kündigung auch mündlich erfolgen. Denn für die Kündigung eines Arbeitsvertrags schreibt das Schweizerische Gesetz keine bestimmte Form vor. Das kann mündlich, per E-Mail oder SMS erfolgen. Dies im Unterschied zu Deutschland. Aus Beweisgründen reichen Sie Ihre Kündigung jedoch besser schriftlich und per Einschreiben ein. Wenn Sie die Kündigung persönlich überreichen, lassen Sie sich den Erhalt auf einer Kopie bestätigen.
Wenn das Verhältnis zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden nicht durch einen befristeten Vertrag geregelt ist, können beide Parteien den Vertrag jederzeit auflösen. Bei der Vertragsauflösung müssen sie aber eine gewisse Kündigungsfrist beachten.

Fristen: Prüfen Sie zuerst im Arbeitsvertrag die vereinbarte Kündigungsfrist. Bestehen kein schriftlicher Arbeitsvertrag oder kein Gesamtarbeitsvertrag, so ist die Kündigungsfrist durch das Obligationenrecht (OR) geregelt.
Diese beträgt:
• 7 Kalendertage während der Probezeit (auf Ende irgendeines Tages)
• 1 Monat im ersten Dienstjahr (auf Ende eines Monats)
• 2 Monate vom 2. bis zum 9. Dienstjahr (auf Ende eines Monats)
• 3 Monate ab dem 10. Dienstjahr (auf Ende eines Monats)

Wichtig
Eine Kündigung wird erst dann wirksam, wenn der Empfänger davon Kenntnis nimmt. Der Poststempel ist dafür jedoch kein Garant. Kommt der Brief zu spät, ist die Kündigung gültig, jedoch verlängert sich das Arbeitsverhältnis um einen Monat.

Kündigung ohne neue Arbeitsstelle
Auch wenn es unerträglich ist am alten Arbeitsort, empfehlen wir Ihnen, niemals planlos selber zu kündigen. Sie riskieren sonst Probleme mit dem RAV und der Arbeitslosenversicherung.

Sollten das Unternehmen Ihnen künden, gibt es auch die Möglichkeit, dass Sie der Kündigung zuvorkommen und selber kündigen. Denn gekündigt zu werden, gilt vielen als Schmach. Diese Vorgehensweise mag sicher dem Ego guttun. Doch bedenken Sie: Wenn jemand kündigt und danach arbeitslos ist, wirft dies Fragen auf. Darum empfehlen wir Ihnen dringend - kündigen Sie erst, wenn Sie eine neue Stelle haben. Andernfalls soll es besser der Arbeitgeber tun.

Wie kündigen?
Wer ein gutes Verhältnis zu seinem Chef hat, sollte die Kündigung in einem vorherigen Gespräch vorankündigen und erklären. Dies gehört eigentlich zum guten Ton und ist Mindestanstand. Denn im Leben sieht man sich bekanntlich zweimal.
Zu einem professionellen Abgang gehört auch ein Vorschlag für eine geordnete Übergabe an einen möglichen Nachfolger. Diese Vorgehensweise hat auch den Vorteil, dass man seinen Vorgesetzten durchaus auch als Referenzperson angeben kann.
Klar ist auch, in den letzten Tagen lässt die Motivation für die alte Firma spürbar nach. Das ist jedem und allen klar. Aber egal, versuchen Sie, den Betrieb mit einem positiven Eindruck zu hinterlassen. Über andere zu lästern oder schlechte Stimmung zu verbreiten macht man einfach nicht. Auch wenn dieses Verhalten zum Schluss nicht unbedingt im Arbeitszeugnis festgehalten wird.

Was muss in der Kündigung stehen
Wie bei allen ganz normalen Briefen gehören auch zur Kündigung einige Formalien.
Dazu gehört der Briefkopf welcher Name und Adresse von Sender und Empfänger enthält. Wichtig ist auch das Datum. Es dient im Streitfall als Beweis dafür, wann die Kündigung verfasst wurde.
In die Betreffzeile gehört „Kündigung“ oder „Kündigung des Arbeitsverhältnisses“.
In der Anrede sprechen Sie am besten die Person an, an welche sich die Kündigung richtet. Meist an den direkten Vorgesetzten.
Den eigenen Abschied brauchen Sie nicht zu begründen. Was aber von zentraler Wichtigkeit ist, ist der folgende Satz:

"Ich kündige meinen Arbeitsvertrag vom (Ausstellungsdatum des Arbeitsvertrages) per (Datum auf welches gekündigt wird)."
"Hiermit kündige ich das bestehende Arbeitsverhältnis ordentlich und fristgerecht zum nächstmöglichen Termin. Nach meiner Berechnung ist dies der dd.mm.yyyy."


Wir empfehlen noch bei einem netten Arbeitsverhältnis eine paar anschliessende freundliche Worte. Wie z.B.
"Für die sehr nette und kollegiale Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren bedanke ich mich ausdrücklich und bitte um Verständnis für meinen Wunsch nach beruflicher Veränderung."

Professionell wirkt auch noch folgender Satz:
"Selbstverständlich bereite ich gerne eine geordnete Übergabe meiner Aufgaben an meine/n Nachfolger/-in vor und erstelle zu diesem Zweck eine Aufstellung von Arbeitsabläufen und eine Liste mit den wesentlichen Aufgaben."

Haben Sie noch Fragen? Gerne helfen wir Ihnen weiter.

Ihr JobCoach

 

Michael Bommel

 

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